Echinocereus

Meist sind es weichfleischige, strauchig verzweigte, bis zu 40 cm kleine Säulenkakteen. Bei Kakteenfreunden sind sie wegen ihrer schönen und bunten Bedornung und großen Blüten sehr beliebt. Die 45 Arten haben ihre Heimat in Mexiko und USA.

Das Substrat sollte für Echinocereen nahrhaft, lehmhaltig und sandig und durchlässig sein. Stehende Näße wird von ihnen nicht vertragen. Im Frühjahr werden die blühfähigen Kakteen erst gegossen, wenn sich die Blütenknospen ausgebildet haben. Zu frühes gießen kann eine Rückbildung der Knospen zur Folge haben. Da die Pflanzenkörper relativ weichfleischig sind, ist eine Anfälligkeit gegen Spinnmilben möglich. Man sollte die Pflanzen immer genau, am besten mit Lupe beobachten, um rechtzeitig mit Gegenmaßnahmen gegen diese kleinen Sauginsekten reagieren zu können.

Die Kultur im Winter ist auf Grund des großen Verbreitungsgebietes recht unterschiedlich. Einige Arten vertragen sogar kurzzeitig frostige Temperaturen. Andere Arten mögen es im Winter nicht so kalt. Auch die Blühwilligkeit ist sehr unterschiedlich. Viele Echinocereen blühen nur bei Kultur im Gewächshaus. Deswegen habe ich bei dieser zahlreichen Gattung nur ein paar Arten aufgeführt die auch bei robuster Pflege auf dem sonnigen Balkon mit Regenschutz blühen.

Echinocereus coccineus

Verbreitung:
USA und Mexiko
Synonyme:
Cereus coccineus, Echinopsis x roetterie und jede Menge weiterer ….
Körper:
Polsterbildend mit wenigen Verzweigung kugelig säulig und bis zu einem Meter hoch.
Blüten:
Meist orangerot.

Die Pflanze auf dem Foto ist eine Echinocereus x roetteri. Eine Naturhybride, welche derzeit auch Echinocereus coccineus zugeordnet wird. Echinocereus coccineus verträgt im Winter, bei trockenem Stand, recht niedrige Temperaturen. Kurz auch leichten Frost. Bei unseren Dauerfrösten sind die Überlebenschancen sehr gering. Gegossen wird ab Frühjahr kräftig. Im Sommer reduziert man die Giessmengen. Und ab Herbst wird das Giessen bereits eingestellt

Echinocereus dasycanthus

Verbreitung:
USA und Mexiko.
Synonyme:
Cereus dasyacanthus, Echinocereus pectinatus var. dasyacanthu, Cereus ctenoides, Echinocereus ctenoides, Echinocereus petinatus ssp. ctenoides ….
Körper:
Meist einzeln zylindrisch wachsend und bis zu 35 cm hoch und 13 cm im Durchmesser.
Blüten:
Meist gelb. Manchmal aber auch weiß, orange rosa oder purpur.

2013 habe ich einige Varietäten von Echinocereus dasyacanthus im Fachhandel gekauft. Da die Art recht variabel in der Bedornung und Blütenfarbe sein kann, versucht man durch Varietäten und Sammelnummern die Pflanzen zu unterscheiden. Die Art gilt als relativ kälteresistent. Winterfest würde ich sie allerdings nicht bezeichnen, da die bei uns häufig vorkommenden Spätfröste der Pflanze duchaus Schaden können. Eine kühle Überwinterung ist zur Blütenbildung dennoch empfehlenswert. Kurzen Frost bis Minus zehn Grad soll die Pflanze ertragen können. Ich habe und werde es bei meinen Pflanzen nicht testen. Die Blüten sind zwischen 7 und 12 cm gross.

Echinocereus reichenbachii

Verbreitung:
Mexiko und USA.
Synonyme:
Echinocactus reichenbachii, Echionopsis pectinata var. reichenbachii, ….
Körper:
Einzeln als auch verzweigend wachsend.
Blüten:
Meist violette Blüte.

Einige dieser Art sind recht kälteresistent.

Echinocereus reichenbachii violette Blüte
Echinocereus reichenbachii violette Blüte

Auf dem Foto ist eine Echinocereus reichenbachii var. alpsispinas abgebildet. Diese wird derzeit der Echinocereus reichenbachii ssp. balleyi zugeordnet. Diese Varietät soll bei trockenem Substrat bis zu 20 Grad Minus aushalten!

Echinocereus reichenbachii
Echinocereus reichenbachii

Da die meisten Kakteen keinen Dauefrost überleben, werde ich das an dieser Pflanze nicht testen. Eine Überwinterung bei fünf bis zehn Grad Plus gilt als optimal. Das Substrat sollte überwiegend mineralisch und durchlässig sein. Ab dem Frühjahr wird mit steigenden Temperaturen gegossen und gedüngt. Ab dem Hochsommer reduziert man die Wassergaben und im Herbst wird das Giessen bis zum nächsten Frühjahr eingestellt.

Echinocereus viridiflorus

Verbreitung:
Mexiko und USA.
Synonyme:
Cereus viridiflorus, Echinocactus viridiflorus, Echinocereus viridiflorus….
Körper:
Aufrechte, kugelige, eiförmige, verlängerte und zylindrische Triebe, oft auch in Gruppen.
Blüten:
in grün, grüngelb.

Einige dieser Art kann man bei trockenem Stand auch bei uns im Freien halten. Stehende Nässe sollte bei dieser Art vermieden werden. Die Überwinterung erfolgt am besten bei kühlen 5 bis 10 Grad Plus. Kurzzeitig werden bei trockenen Stand auch niedrigere Temperaturen vertragen.

Echinocereus viridiflorus
Echinocereus viridiflorus

Mit steigenden Temperaturen wird im Frühjahr bereits kräftig gegossen, damit die enstanden Knospen sich ausbilden können. Bis in den Sommer wird bei warmen Wetter alle 1-2 Wochen gegossen und ein bis zweimal im Monat mit Kakteendünger gedüngt. Ab dem Herbst wird nicht mehr gegossen und gedüngt, damit sich die Pflanze auf die Winterruhe vorbereiten kann.

Echinocereus viridiflorus ssp. chlorethus
Echinocereus viridiflorus ssp. chlorethus

Ich halte beide Pflanzen seit mehreren Jahren ganzjährig auf dem Balkon. Im Winter trocken mit Wetterschutz. Frost bis Minus 10 Grad halten beide sehr gut aus. Der Lohn sind im Frühjahr bis Frühsommer reichlich Blüten.

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