Beim pfropfen wird eine Pflanze auf eine andere Pflanezenart oder Gattung aufgesetzt. Beide werden an Ihren Schnittflächen miteinander verbunden bis sie zusammengewachsen sind.
Wozu soll dies gut sein wird man im ersten Moment denken? Auch bei einigen Kakteensammlern wird diese Kultivierungsmethode unterschiedlich diskutiert. Puristen halten einen gepfropften Kaktus für unnatürlich und lehnen dies generell ab.
Es gibt aber Situationen wo pfropfen auf bei Kakteen sinnvoll eingesetzt werden kann.

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Wie man sieht kann man auch bei Kakteen das Pfropfen sinnvoll einsetzen. Aber nicht jeder Kaktus ist als Pfropfunterlage geegnet. Meist sind es schnellwüchsige und robuste Arten welche diese Fähigkeit auch an den gepfropften Kaktus weitergeben.
Wie wird veredelt (gepfropft)?
Sauberkeit ist das oberste Gebot beim pfropfen. So wird Infektionen durch Schimmel und Pilz an den Pflanzen vorgebeugt. Das Messer wird vor jedem neuen Schnitt mit Spiritus oder Waschbenzin gereinigt bzw. desinfiziert. Auf die Schnittstellen dürfen kein Wasser oder andere Fremdkörper gelangen.
Die Pfropfunterlage wird mit einem waagerechten sauberen Schnitt vorbereitet. Die Unterlage muß absolut eben sein. An den Pflanzenrippen werden die Kanten nach unten abgeschrägt.
Nun wird der Pfröpfling von der Mutterpflanze mit einem scharfen Messer getrennt. Bei Sämlingen wird das untere Drittel mit den Wurzeln abgetrennt.
An beiden Pflanzen tritt an den Schnittstellen Pflanzensaft aus. So kann man den Pfröpfling auf der Unterlage leicht in die richtige Position und Stelle bringen (= wenn beide mit den Saftbahnen aufeinander sitzen). Der Pfröpfling wird mit ein bis zwei Gummiringen fixiert (vom Topfboden über den Pfröpfling).
Danach wird der Pfröpfling für ein paar Wochen warm, luftig mit Schutz vor greller Sonne gestellt. Gewässert wird ganz normal.
Ob die Pfropfung erfolgreich war, erkennt man nach ein paar Wochen durch erfolgtem Wachstum des Pfröpflings.
Wo machen Pfropfungen wenig Sinn? Bei Kakteenarten die durch das schnellere Wachstum so verändert aussehen (meist mastiger), das sie nicht mehr der eigentlichen Art entsprechen.
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