Echinopsis

Kakteengattung

Echinopsis - Kakteengattung

Bei dieser Kakteenart werden immer wieder neue Zuordnungen vorgenommen. Der Grund sind viele Ähnlichkeiten mit den Kakteengattungen von Lobivia, Pseudolobivia und Trichocereus. Pseudolobivia kommt ähnlich wie Lobivia in Höhen von 1700 bis 4500 m Höhe vor und ist dadurch bei Freilandaufenthalten meist robuster als die klassischen Echinopsis und Trichocereus,welche meist niedrigeren Höhenlagen stammen.

Als effektive Vermehrung bietet sich bei vielen Echinopsisarten die vegetative Vermehrung an. Die meisten Arten sprossen. So kann man relativ leicht die Kindel beim umtopfen trennen. Meist haben diese bereits die ersten Wurzeln. Man sollte aber beachten das man hauptsächlich von blühwilligen Pflanzen Stecklinge macht, da nur solche die Blühfreude vererbt bekommen. Natürlich ist auch eine Vermehrung über die Aussaat möglich.

Da man in den letzten Jahren versucht die Nomenklatur übersichtlicher zu halten, wurden viele ähnliche Kakteenarten bei Echinopsis zugeordnet. Für den Biologen wird es so übersichtlicher, für den Hobbysammler führt die Vielfalt vieler Mehrfachnamen inzwischen eher zu weiterer Verwirrung. Trotzdem werde ich hier die letzte Nomenklatur von Edward F. Anderson übernehmen.

Echinopsisblüte

Bisherige Gattungen die inzwischen Echinopsis zugeordnet worden sind Chamaelobivia, Trichocereus, Chamaecereus, Lobivia, Rebulobivia, Soehrensia, Pseudolobivia, Reicheocactus, Chameaolobivia ...

Die meisten Lobivien und Pseudolobivien sind Tagblüher und stammen aus überwiegend höheren Gebirgslagen aus der Anden. Teilweise findet man sie in Höhen von bis zu 4500 m! Viele dieser Arten fühlen sich auch in unserem Klima im Sommer in der Freiluft auf Balkonen, Terrassen, offenen Frühbeetkästen sehr wohl.
Die klassischen Echinopsen sind meist Nachtblüher teilweise mit duftender Blüte die Insekten zur Bestäubung anlocken soll. Ihr Vorkommen ist ähnlich wie bei den Trichocereen hauptsächlich in den niedrigeren Höhenlagen von Südamerika. Niedrig bedeutet bis zu 2000m Höhe ;-)

Fast alle Echinopsen sind in der Pflege unkompliziert und bei guter Pflege auch sehr blühwillig. Viele davon eignen sich für den Einsteiger hervorragend. Aber auch für den Züchter bieten die Echinopsen eine Vielfalt an Blütenfarben wie keine zweite Kakteengattung.

Pflege:
Die meisten dieser Art lieben einen sonnigen und warmen Sommerstandort. Die Arten aus den höheren Lagen (meist ehemals Lobivia und Pseudolivia) sind meist sehr gut für eine sommerliche Freiluftpflege geeignet. Bei mir stehen die meisten Lobivien fast den ganzen Sommer ungeschützt auf dem Balkon (außer bei längeren Regenperioden). Die Tieflandechinopsen sollten während der Wachstumszeit gut mit Kakteendünger versorgt werden (1-2x monatlich bei sonnigen Wetter). Bei einigen kleineren Arten mit Rübenwurzel (meist Lobivien und Psudolobivien) sollte man im Substrat einen höheren mineralischen Anteil berücksichtigen, damit bei Regen oder nach dem gießen überschüßiges Wasser schneller abfließen und das Substrat besser abtrocknen kann. Für die Winterruhe ist ein kühler Platz für eine Knospenbildung für die meisten Arten förderlich.

weitere Infos über einige Echinopsisarten:

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